Anwendungsfall

B2B-Vertrieb in ganz Europa, nach den Regeln jedes Landes

Die Regeln für Kalt-E-Mails, die Identifikation von Besuchern und sogar die Suchmaschine, die Menschen nutzen, unterscheiden sich in Europa von Land zu Land. Demander prüft vor jedem Versand das Land des Empfängers, identifiziert Besucher nur auf Firmenebene, sucht Zielfirmen in nationalen Registern und betreibt Sklik für die tschechische Suche, mit Budgets in Ihrer eigenen Währung.

Zuletzt geprüft am 2. Oktober 2026

Abb. 01 Ein Globus mit Bögen von Prag zu den nationalen Unternehmensregistern, die Demander in fünfzehn europäischen Ländern ausliest, von der Slowakei und Polen über die nordischen Länder, das Vereinigte Königreich, Irland, Frankreich, Belgien und die Schweiz bis nach Kroatien und Griechenland. Tschechien ist hervorgehoben.

Für wen sich das eignet

B2B-Unternehmen, die nach Mittel- und Osteuropa, in die DACH-Länder, ins Vereinigte Königreich und in die übrige EU verkaufen, oft in mehrere dieser Märkte gleichzeitig. Viele haben ihren Sitz selbst in der Region und verkaufen in zwei oder drei Sprachen.

Was meist schiefgeht

Outbound-Playbooks aus den USA gehen davon aus, dass Kalt-E-Mails mit Abmeldelink erlaubt sind. In Tschechien, Deutschland, Österreich und Polen braucht es dafür eine vorherige Einwilligung, auch zwischen Unternehmen, und andere Länder erlauben sie nur unter Bedingungen. Für die Identifikation einzelner Personen unter den Website-Besuchern gibt es in der EU ohne Einwilligung keine vergleichbare Rechtsgrundlage.

Dazu kommen praktische Lücken: Firmendaten liegen in nationalen Registern und in der jeweiligen Landessprache, tschechische Suchanfragen laufen zum Teil über Seznam, und die Budgets verteilen sich auf Euro, Kronen und Złoty.

So geht Demander damit um

  1. Ansprache geprüft nach Empfängerland

    Das Land jedes Kontakts wird bei der Aufnahme in eine Sequenz und erneut beim Versand mit einer rechtlichen Matrix abgeglichen. Eine Einwilligung reicht immer aus; Bestandskunden dürfen zu ähnlichen Produkten angeschrieben werden, wo das Land es erlaubt; Freemail-Adressen werden wie Adressen von Privatpersonen behandelt. Accounts, die keine E-Mail bekommen dürfen, erreichen Sie über Anzeigen, Content und Aufgaben für Ihr Team. Mehr dazu unter E-Mail-Outreach.

  2. Identifikation nur auf Firmenebene

    Besucher werden als Unternehmen identifiziert, und das nur mit dokumentierter Interessenabwägung (LIA) oder Marketing-Einwilligung. IP-Adressen werden nie im Klartext gespeichert, Global Privacy Control gilt als fehlende Marketing-Einwilligung, und der strenge Tracker-Modus speichert vor der Einwilligung nichts auf dem Gerät. Mehr dazu unter Firmenidentifikation und DSGVO.

  3. Nationale Register für das Prospecting

    Die Firmensuche läuft über ARES (Tschechien), RPO (Slowakei), Companies House, CVR, PRH, Bolagsverket, Brønnøysund, das französische Unternehmensregister, GEMI und das kroatische Gerichtsregister, dazu kommen Einzelabfragen in GUS REGON (Polen), Zefix (Schweiz) und CRO (Irland). Dänische und schwedische Unternehmen auf den nationalen Werbesperrlisten werden ausgeschlossen, ganz gleich, aus welcher Quelle sie stammen. Mehr dazu unter Prospecting.

  4. Sklik für Suche und Content in Tschechien

    Suchkampagnen und das Content-Netzwerk von Seznam (Banner, kombinierte Anzeigen, kontextuelle Keywords, Interessen- und Kaufabsichtskategorien, Retargeting-Listen) laufen nativ in CZK, neben Google und den anderen Plattformen. Mehr dazu unter Sklik.

  5. Budgets in Ihrer Währung

    Ein Workspace läuft in einer von elf Währungen: EUR, USD, CZK, GBP, PLN, HUF, SEK, DKK, NOK, CHF oder RON. Werbekonten, die in einer anderen Währung abrechnen, werden zu den täglich aktualisierten Referenzkursen der EZB umgerechnet, und Sie können einen Kurs festschreiben.

  6. Landessprache, wo es darauf ankommt

    Jobtitel im Buying Center werden neben Englisch auch auf Tschechisch, Slowakisch, Deutsch, Polnisch, Französisch und Spanisch zugeordnet. Abmeldewörter wie odhlásit, abmelden und wypisz erkennt Demander in Nachrichten, und Fußzeilen im Outreach sowie E-Mails der Plattform gibt es auf Englisch, Tschechisch oder Deutsch.

Welche Regeln für Kalt-E-Mails Demander je Land anwendet

Ein Auszug aus der Matrix, mit der das Outreach-Gate arbeitet. Wo ein Land E-Mails mit Opt-out erlaubt, muss der Workspace zusätzlich Prospecting auf Grundlage des berechtigten Interesses aktivieren und eine abgeschlossene Interessenabwägung erfassen.

LandOhne EinwilligungGrundlage in der Matrix
TschechienBlockiert, außer bei BestandskundenGesetz Nr. 480/2004, § 7, auch für juristische Personen
SlowakeiErlaubt mit Opt-out an Geschäftskontakte, die zu diesem Zweck veröffentlicht wurdenGesetz Nr. 452/2021, § 116, mit LIA und Information nach Art. 14 DSGVO
PolenBlockiertGesetz über elektronische Kommunikation, Art. 398, seit November 2024
DeutschlandBlockiertUWG § 7 Abs. 2, auch im B2B
ÖsterreichBlockiertTKG 2021, § 174, auch im B2B
SchweizBlockiertUWG Art. 3 Abs. 1 lit. o
UngarnBlockiertGesetz CVIII von 2001
FrankreichErlaubt mit Opt-out, wenn die Nachricht den Beruf des Empfängers betrifftPosition der CNIL zur B2B-Akquise
NiederlandeErlaubt mit Opt-out für juristische Personen; Einzelunternehmer brauchen eine EinwilligungTelecommunicatiewet 11.7
Vereinigtes KönigreichErlaubt mit Opt-out für Unternehmensanschlüsse (corporate subscribers); Einzelunternehmer gelten als PrivatpersonenPECR, Regulation 22, mit LIA nach UK GDPR
Jedes Land außerhalb der MatrixBlockiertWird behandelt, als sei eine Einwilligung erforderlich

So wendet das Produkt die Regeln an; eine Rechtsberatung ist das nicht. Weitere Länder und die Begründungen finden Sie unter Regeln für Kalt-E-Mails nach Land.

Was Sie in den ersten Wochen erwartet

Bei der Registrierung wählen Sie Heimatland und Währung. In den Einstellungen halten Sie fest, ob eine Interessenabwägung abgeschlossen ist, und hinterlegen das absendende Unternehmen, die Postanschrift und den Link zur Datenschutzerklärung, die in jede Outreach-Fußzeile kommen. Die Liste erlaubter Länder in den Leitplanken begrenzt, wohin Kampagnen ausgespielt werden dürfen.

Die meisten Register sind kostenlos, für einige brauchen Sie allerdings einen Schlüssel, den Sie beim jeweiligen Register beantragen. Der Prospecting-Bildschirm zeigt, welche Register für jedes Land vorgesehen sind und wo die Abdeckung dünn ist. Sklik wird mit einem API-Token des Kontos verbunden und braucht keine Freigabe durch die Plattform. Die Persona-Prüfung markiert Märkte, für die Ihre Website keine Version in der Landessprache hat, denn Anzeigen und Landingpages müssen dort übersetzt werden.

Welcher Tarif passt

Growth deckt alle Werbeplattformen ab, Sklik eingeschlossen, sodass tschechische Kampagnen neben LinkedIn und Google laufen können. Scale passt zu Teams, die in mehrere Länder oder unter mehreren Marken verkaufen. Im Starter-Tarif kann Sklik eine der drei Werbeplattformen sein. Mehr dazu unter Preise.

Häufige Fragen

Kann Demander Kalt-E-Mails an tschechische oder deutsche Unternehmen senden?

Nicht ohne Einwilligung. Beide Länder verlangen für Marketing-E-Mails eine vorherige Einwilligung, auch bei Unternehmen. Demander blockiert deshalb den Versand und leitet diese Accounts zu Anzeigen, Content und Aufgaben für Ihr Team weiter. Bestandskunden dürfen zu ähnlichen Produkten angeschrieben werden.

Identifiziert Demander einzelne Besucher?

Nein. Die Identifikation erfolgt nur auf Firmenebene und nur auf Grundlage einer dokumentierten Interessenabwägung oder einer Marketing-Einwilligung. Eine Person wird erst bekannt, wenn sie sich selbst zu erkennen gibt, zum Beispiel indem sie ein Formular ausfüllt oder auf eine E-Mail antwortet.

Welche Währungen kann ein Workspace nutzen?

EUR, USD, CZK, GBP, PLN, HUF, SEK, DKK, NOK, CHF und RON. Alles wird in der Währung des Workspace gespeichert, und Werbekonten, die in einer anderen Währung abrechnen, werden mit den Kursen der EZB umgerechnet. Sklik rechnet immer in CZK ab.

Wie geht Demander mit KI-generierten Medien nach der KI-Verordnung (AI Act) um?

Creatives entstehen standardmäßig aus deterministischen Vorlagen. KI-Bilder und KI-Videos aktivieren Sie bei Bedarf selbst, und jedes KI-generierte Asset wird für die Kennzeichnung nach Artikel 50 der KI-Verordnung der EU und für die KI-Labels der Plattformen markiert.

Sehen Sie den Plan für Ihr eigenes Produkt

Geben Sie die Website ein. Nach etwa einer Minute sehen Sie das Produktprofil, zwei Personas, das Messaging, den Funnel und drei Creatives. Den Rest erhalten Sie nach der Registrierung.

Kostenlos, ohne Kreditkarte. Demander liest die öffentlichen Seiten und zeigt Ihnen dann Personas, Botschaften, Funnel und erste Creatives. Nach der Registrierung behalten Sie den vollständigen Plan.