Planen

Account-Listen aus amtlichen Registern und dem offenen Web

Eine Prospecting-Liste beginnt bei einer Persona: Branchen, Unternehmensgröße und Länder. Ein Lauf fragt zuerst das amtliche Register jedes Landes ab, dann offene Daten, das offene Web und jeden Datenanbieter, den Sie verbinden. Er führt Datensätze zusammen, die dasselbe Unternehmen beschreiben, findet dessen Website und ordnet es nach Passung.

Zuletzt geprüft am 2. Oktober 2026

Abb. 01 Ein Globus mit den 19 Ländern, deren Unternehmensregister Demander liest. Von Prag aus führt nacheinander ein Bogen zu jedem dieser Länder.

Quellen in der Reihenfolge, in der ein Lauf sie nutzt

QuelleAbdeckungWas sie beiträgt
Amtliche RegisterTschechien (ARES), Vereinigtes Königreich (Companies House), Norwegen (Brønnøysund), Frankreich (Recherche d’entreprises), Dänemark (CVR), Finnland (PRH), Schweden (Bolagsverket), Slowakei (RPO), Griechenland (GEMI), Kroatien (Sudski registar), USA (SEC EDGAR)Suche nach Branchencode, Ort, Rechtsform und Größe, soweit das Register sie unterstützt; Registernummern und eingetragene Anschriften
RegisterindexEstland, Singapur, Belgien, SchwedenBulk-Dateien, importiert und lokal durchsucht; für Schweden die wöchentlichen Dateien der hochwertigen Datensätze mit jeder juristischen Person nach SNI-Code, Rechtsform und Ort
Register zum NachschlagenPolen (GUS REGON), Australien (ABN Lookup), Schweiz (Zefix), Kanada (Corporations Canada), Irland (CRO)Sie bieten keine Suche, prüfen deshalb die zusammengeführten Kandidaten ihres Landes und sortieren aufgelöste Unternehmen aus
Offene DatenWeltweit: GLEIF und WikidataLEI (Legal Entity Identifier), offizielle Websites und Hauptsitz
Offenes WebWeltweit, ohne SchlüsselStartseiten von Unternehmen, schonend gelesen, mit Konfidenzwert und Nachweis-URL für jedes Feld
DatenanbieterPeople Data Labs (Unternehmen und Personen) und Hunter (Personen und Verifizierung von E-Mail-Adressen)Ihr eigener Schlüssel und Ihre eigenen Credits; kommt als Letztes zum Einsatz

Die Liste zeigt den Quellenplan je Land und warnt, wo die Abdeckung dünn ist. Die meisten Register sind kostenlos, viele brauchen allerdings einen eigenen API-Schlüssel. Branchencodes aus NACE, UK SIC, ISIC, NAICS und ANZSIC werden auf einen gemeinsamen Satz von Branchen abgebildet.

Was bei einem Lauf passiert

  1. Planen und suchen

    Die Quellen werden je Land gewählt und mit dem Filter der Persona durchsucht: Branchen, Unternehmensgröße, Orte und Rechtsformen, soweit das Register sie unterstützt.

  2. Zusammenführen

    Datensätze, die dasselbe Unternehmen beschreiben, werden über Registernummer, LEI, Wikidata-ID oder Domain zusammengeführt. Danach prüfen die Register zum Nachschlagen die Kandidaten ihres Landes.

  3. Opt-outs prüfen

    Dänische und schwedische Kandidaten werden mit den nationalen Opt-out-Registern für Werbung abgeglichen, ganz gleich, wo sie gefunden wurden (Details weiter unten).

  4. Website finden

    In Registern steht sie selten. Demander entfernt die Rechtsform aus dem Namen (s.r.o., GmbH, Ltd, Sp. z o.o. und viele mehr), probiert mögliche Domains mit der Länderendung und mit .com aus und verlangt, dass jede auf eine öffentliche Adresse auflöst und eine Startseite ausliefert. Dann gleicht es den Namen mit dem Seitentitel und dem Namen der Website ab. Geparkte Domains erhalten null Punkte.

  5. Ordnen und speichern

    Die Unternehmen werden nach Passung zur Persona geordnet und als Accounts gespeichert, mit Quelle, Registernummer und Funddatum.

  6. Personen finden, Rolle für Rolle

    Für die bestplatzierten Unternehmen (standardmäßig 20) wird jede Rolle im Buying Center mit bis zu fünf Personen besetzt, standardmäßig mit einer. Gesucht wird nur nach Rollen, die noch fehlen. Die Personen kommen von Hunter oder People Data Labs.

  7. E-Mail-Adressen verifizieren

    Mit dem kostenpflichtigen Verifier von Hunter innerhalb des Credit-Limits des Laufs, sonst mit einer kostenlosen Prüfung von Syntax, Wegwerf-Domains und MX-Einträgen. Die kostenlose Prüfung zeigt, dass die Domain E-Mails annimmt. Einzelne Postfächer fragt sie nie ab, weil das für empfangende Server wie Missbrauch aussieht.

Suche im offenen Web für alle übrigen Länder

Wo kein Register passt, findet Demander mögliche Domains über die offiziellen Websites in Wikidata, die Tranco-Liste nach Länderendung (aus Lizenzgründen nur, wenn konfiguriert) und den URL-Index von Common Crawl nach Länderendung und Stichwörtern im Hostnamen. Jede Website wird schonend gelesen: zuerst die robots.txt, dann die Startseite, pro Host immer nur eine Anfrage gleichzeitig, als DemanderBot erkennbar und mit einer Obergrenze von 1,5 MB. Geparkte Domains und Platzhalterseiten werden übersprungen.

Von jeder Startseite liest Demander Namen, Land (aus der Adresse im JSON-LD, der Domain, der Telefonvorwahl und der Seitensprache), Branche, Hinweise auf die Größe, Registernummern und B2B-Signale. Ein Lauf ruft standardmäßig höchstens 500 Websites ab und dauert höchstens 180 Sekunden (bis zu 5.000 Websites und 30 Minuten, wenn Sie die Limits anheben). Am Ende meldet er, wie viele Kandidaten gefunden, abgerufen, ausgewertet und zugeordnet wurden.

Opt-outs und DSGVO, im Lauf selbst geregelt

  1. 01

    Nationale Opt-outs für Werbung

    Dänische Unternehmen mit reklamebeskyttelse im CVR und schwedische mit reklamspärr bei SCB werden immer abgeglichen, ganz gleich, wo sie gefunden wurden: bei GLEIF, Wikidata, einem Datenanbieter oder im offenen Web. Kandidaten mit Opt-out, aufgelöste und nicht prüfbare Kandidaten bleiben außen vor. Gespeichert wird nur das Kennzeichen, nie die Daten des Registers.

  2. 02

    Rechtsgrundlage

    Kontakte erhalten das berechtigte Interesse als Rechtsgrundlage nur, wenn die Interessenabwägung (LIA) Ihres Workspaces abgeschlossen ist. Sonst erhalten sie keine, und für die Ansprache sind sie gesperrt. Beim Prospecting wird nie eine Einwilligung erfasst.

  3. 03

    Datenminimierung

    In Ländern, in denen Kalt-E-Mails im B2B eine vorherige Einwilligung erfordern, etwa in Tschechien und Deutschland, werden standardmäßig keine Personen erfasst. Eine Option der Liste schaltet das ein; die Compliance-Prüfung für die Ansprache greift trotzdem bei der Aufnahme in eine Sequenz und vor jedem Versand.

  4. 04

    Information nach Art. 14 DSGVO

    Jeder Kontakt behält Anbieter, Quellenangabe und Funddatum, und die Fußzeile der Outbound-E-Mail nennt die Datenquelle.

  5. 05

    Sperrliste

    Adressen und Domains auf der Sperrliste werden bei jedem Lauf übersprungen.

  6. 06

    Aufnahme nur über das Gate

    Prospects gelangen nur über eine Aufnahmeaktion in eine Sequenz. Diese Aktion muss das Gate (die zentrale Prüfung jeder Aktion) und die Compliance-Prüfung des jeweiligen Landes bestehen, und standardmäßig werden nur verifizierte Adressen aufgenommen.

Von der Liste zur Kampagne

Accounts aus einer Liste erhalten die üblichen Scores und Lifecycle-Phasen, ihre Kontakte eine Rolle im Kaufprozess. So zeigt die Abdeckung im Buying Center, welche Rollen bei jedem Account fehlen. „Lücken füllen“ sucht dann gezielt nach genau diesen Rollen.

ABM-Kampagnen planen synchronisiert die Liste als Unternehmensliste mit LinkedIn und entwirft rollenbezogene Kampagnen auf LinkedIn und Microsoft Advertising. Recherchierte Personen werden nie in Zielgruppen mit Kontaktabgleich wie Customer Match oder Custom Audiences hochgeladen, weil ihre Daten nicht als First-Party-Daten mit Einwilligung erhoben wurden. Kontakte gelangen über dasselbe Gate wie alles andere in den E-Mail-Outreach.

Häufige Fragen

In welchen Ländern kann ich Prospecting betreiben?

Die Register decken 19 Länder ab: Tschechien, Slowakei, Polen, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Estland, Vereinigtes Königreich, Irland, Frankreich, Belgien, Schweiz, Kroatien, Griechenland, USA, Kanada, Singapur und Australien. In anderen Ländern nutzt Demander GLEIF, Wikidata, das offene Web und, sofern verbunden, People Data Labs. Die Liste warnt, wo die Abdeckung dünn ist.

Kann ich die gefundenen Personen per E-Mail anschreiben?

Nur über die Aufnahme in eine Sequenz, und diese Aufnahme muss das Gate und die Compliance-Prüfung für das Land des Empfängers bestehen. Wo Kalt-E-Mails im B2B eine vorherige Einwilligung erfordern, lassen sie sich ohne diese Einwilligung nicht versenden, und überall sonst brauchen Kontakte eine abgeschlossene Interessenabwägung. Mehr dazu in den Regeln für Kalt-E-Mails nach Land.

Brauche ich einen Datenanbieter?

Für Unternehmen nicht: Register, offene Daten und die Suche im offenen Web kommen ohne kostenpflichtigen Anbieter aus. Um konkrete Personen zu finden und ihre Adressen zu verifizieren, brauchen Sie Hunter oder People Data Labs mit Ihrem eigenen Schlüssel.

Wie werden dänische und schwedische Opt-outs behandelt?

Jeder dänische oder schwedische Kandidat wird geprüft, auch wenn er aus einer anderen Quelle stammt: dänische im CVR anhand von Unternehmensnummer oder Name, schwedische bei Bolagsverket anhand der Organisationsnummer, die Demander auch aus Website-Fußzeilen und Umsatzsteuer-IDs ausliest. Hat das Unternehmen der Werbung widersprochen oder lässt sich die Prüfung nicht durchführen, kommt es nicht auf die Liste.

14 Tage mit Ihrem eigenen Produkt testen

In der Testphase nutzen Sie den Growth-Tarif mit allen Werbeplattformen, ohne Kreditkarte. Kampagnen bleiben in der Sandbox, bis Sie auf live umschalten.